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In der Nacht vom 7. März auf den 8. März 2010 erreichte der Erfolgslauf von Christoph Waltz beim Oskar seinen Höhepunkt. Der Österreicher gewann, wie erwartet, den Academie Award für seine herausragende Leistung in Quentin Tarantinos “Inglorious Basterds”.

Im Gegensatz zu anderen Vanity Projects geriet Tarantinos Lieblingsprojekt schon von der ersten Minute an zum Erfolg. Nach 10 Jahren Vorbereitungszeit entschloss sich Tarantino sein Drehbuch nun endlich doch zu verfilmen. Durch unbekannte Umstände gelangte das handgeschriebene Script (schon mit dem mittlerweile berühmten absichtlichen Schreibfehler Basterds statt Bastards) ins Internet. Amerikanische Filmkritiker begannen den noch nicht existenten Film anhand des Drehbuchs zu rezensieren und waren sich einig, dass Tarantino hier die Vorlage zu seinem möglicherweise besten Film geliefert hat.

Als der fertige Film bei den Filmfestspielen in Cannes präsentiert wurde war klar, dass die ungewöhnlichen Vorabkritiken berechtigt waren. Christoph Waltz wurde in der Gerüchtebörse sehr schnell als Kandidat für den Darstellerpreis gehandelt und gewann promt. In den nächsten Monaten räumte Waltz so ziemlich jeden Filmpreis auf diesem Planet scheinbar mühelos ab. Die Golden Globe Nominierung, der Sieg und schließlich die Oskarnominierung waren für Fans und Kritiker nur mehr Formsache. Und tatsächlich, der Erfolgslauf ging ungebremst weiter. Die ununterbrochene Medienpräsenz sorgte für den mit $ 313.000 Mio.  Einspielergebnis finanziell erfolgreichsten Tarantino Film bisher.

Christoph Waltz hat die Chance, die sich seiner Karriere eröffnet hat, offenbar genutzt. Die Comic Verfilmung “The Green Hornet” mit Cameron Diaz ist bereits abgedreht, in “Water for Elephants” spielt er gemeinsam mit Reese Witherspoon und Robert Pattinson. Gerüchteweise wird er demnächst mit Kevin Costner in dessen neueste Film “A war of our own” vor der Kamera stehen, von weiteren interessanten Angeboten aus Hollywood kann man sicher ausgehen.

Das Filmland Österreich zeigt nach einer Durststrecke von mehreren Jahrzehnten Hollywood gerade die Zähne. Eine gute Gelegenheit für die österreichische Politik sich beliebt zu machen und die bereits erhöhte Filmförderung nocheinmal deutlich anzuheben.

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