Man könnte meinen, dass Rammstein die internationale Politik mit Lobbyisten unterwandert hat. Zensur und Auftrittsverbote ziehen sich seit Jahren durch die Geschichte der kontroversiellen Band und doch, oder gerade deswegen, steigt die Popularität der Brachialrocker von Jahr zu Jahr.
In den USA wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verhaftet, in Deutschland indiziert, und jetzt überlegt Weißrußland ein Auftrittsverbot wegen “Propaganda für Gewalt, Masochismus, Homosexualität und andere Abartigkeiten”.
Und das ausgerechnet in Weißrussland, das von führenden Medien als letzte Diktatur in Europa bezeichnet wird. So weit so lustig. Für Rammstein bringt die Diskussion willkommene Publicity um das Rauschen im Blätterwald aufrecht zu erhalten. Dieses war nach der überraschenden Indizierung des letzten Albums “Liebe ist für alle da” zu einem wahren Orkan angewachsen und sorgte prompt für Verkaufsrekorde der CD als auch der folgenden Tournee.
Der Spiegel war exklusiv bei der entscheidenen Sitzung mit der deutschen Familienministerin Ursula von Der Leyen dabei und hat diese historischen Momente dokumentiert.
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