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© Oliver Haja / PIXELIO

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Vier Tage lang hielt das wichtigste Spiel des Jahres die Pokerwelt in Atem. Die November Nine, wie der Finaltisch des Main Events der WSOP seit dem Jahr 2008 genannt wird, traten in Las Vegas zum finalen Duell an.

Bunt gemischt trafen verschiedene Pokergenerationen und –Welten aufeinander. Profis, Amateure, Online Spieler und reine Live Poker Cracks. Der „Sieger der Herzen“ Poker Superstar Phil Ivey blieb glanzlos und musste sich bereits als Siebenter gehen. Ein Rauswurf, den die Fans im Rio Hotel in Las Vegas, dem späteren Finalisten, Chipleader Darvin Moon, offensichtlich nicht verziehen haben. Dieser, als überragender Chipleader gestartet, rettete sich ins Heads Up und traf dort Dienstag früh auf den erst 21jährigen Studenten Joe Cada aus Michigan.

Ein Duell, wie es unterschiedlich nicht sein könnte. Darvin Moon, ein selbstständiger Holzarbeiter aus dem Hinterland der USA, der laut eigener Aussage noch nie Online Poker gespielt hat prallte auf einen typischen Vertreter der jungen, aggressiven Onlinespieler.

Während die gesamte Elite als Litfasssäule bei Poker Turnieren auftritt, hatte Moon im Vorfeld alle Angebote für ein Sponsoring abgelehnt. In einem Interview mit der Washington Post erklärte er auch seine Gründe. „Sie sagen, tu das, tu jenes, dazu habe ich keine Lust.“ Mit unorthodoxem Spiel hatte der knorrige Mann, der seine Pokerkarriere nach der WSOP schon wieder beenden möchte, bereits am Finaltisch für Furore und Kopfschütteln gesorgt.

Und trotzdem steht sein Scheitern im Heads up gegen Joe Cada offenbar für einen endgültigen Paradigmenwechsel im Poker. War es früher undenkbar, dass Neulinge das größte und wichtigste Turnier der Welt gewinnen könnten, so hat die junge Online Generation nun offenbar endgültig das Ruder übernommen.

Mit Ausnahme von Phil Ivey waren die Stars auch heuer chancenlos. Joe Cada bricht mit seinen erst 21 Jahren erneut den Rekord als jüngster Sieger aller Zeiten, den Peter Eastgate erst letztes Jahr aufgestellt hatte.

Der 2003 von dem Buchhalter Chris Moneymaker eingeschlagene Weg scheint unumkehrbar und gibt Millionen Poker Spielern Hoffnung selbst einmal ganz oben zu stehen. Spätestens seit heute steht fest: Jeder, wirklich jeder kann die WSOP gewinnen.

Photo powered by: PIXELIO

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