Feed auf
Postings

Jahrhundertelang kämpften die Menschen in Europa um ihre persönliche Freiheit, sind sie jetzt bereit wegen einer Handvoll Wahnsinniger diese Rechte wieder abzutreten?

Wenn in Östereich wieder einmal die Debatte um das Bankgeheimnis aufflammt, heult die Bevölkerung ob des befürchteten Eingriffs in ihre Privatsphäre entsetzt auf. Offenbar hat noch immer niemand begriffen, dass Big Brother längst Realität ist.

Dort wo noch ein letzter Rest an Privatsphäre besteht, sind wir offenbar gerne bereit diese auch noch aufzugeben. Ein einziger Terrorangriff in den USA hat dazu geführt, dass wir den Überwachungsfanatikern in der Politik jedes Mittel in die Hand geben um unsere eigene persönliche Freiheit zu opfern.  Um von den Problemen im eigenen Land abzulenken wird zum Kampf gegen den künstlich aufgeblasenen Feind mobilisiert. Gleichzeitig wird mit dem Argument “mehr Sicherheit” von der Politik jede Debatte um den Datenschutz im Keim erstickt. Das Killerargument “Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch keine Angst zu haben” plappert die Legion der Ahnungslosen nur zu gerne nach.

Doch wie sieht die Realität heute tatsächlich aus?

  1. Die Vorratsdatenspeicherung zeichnet ihr Surfverhalten im Internet auf
  2. Die europäischen SWIFT Bankdaten legen ihre finanziellen Transaktionen offen
  3. Mithilfe der Kundenkarten von Supermärkten und ihrem gespeicherten Einkaufverhalten können Psychologen ein vollständiges Bild ihrer Persönlichkeit entwerfen
  4. Ihr Handyanbieter verfügt über genaue Auszeichnungen, wann und wo sie sich aufgehalten haben

Das sind nur einige Beispiele von vielen. Jene private Daten, die dabei noch fehlen, veröffentlichen sie ohnehin freiwillig auf Facebook und Co.

Und jetzt stellen sie sich vor, eine staatliche Autorität gelangt an all diese Daten und bündelt sie. Wollen sie das wirklich?

Im Zuge der Diskussion wird gerne vergessen, dass die Durchsetzung von Überwachungsmaßnahmen, begründet mit der Notwendigkeit durch eine Bedrohung von Außen, zum Standardrepertoire einer Diktatur gehört. Nicht umsonst wurden derartige Maßnahmen in Ländern wie der DDR, Nordkorea oder der UDSSR perfektioniert.

Zeit also dem Sicherheitswahn einen Riegel vorzuschieben. Kein Staat der Welt wird Terror je verhindern könnnen, mit der Umsetzung restiktiver Überwachungsmaßnahmen in einem Klima von Angst und Verunsicherung haben die Terroristen ihr Ziel in Wahrheit längst erreicht.

Keine ähnlichen Artikel.

Kommentar abgeben