Erstens, ein gutes Drehbuch, zweitens, ein gutes Drehbuch, und drittens, ein gutes Drehbuch, antwortete Regisseur Billy Wilder einmal auf die Frage, was denn einen guten Film ausmache.
Das lebenslage Leitmotiv des Starregisseurs wird heutzutage bei Hollywood Blockbustern gerne außen vor gelassen, dementsprechend sieht das Endergebnis aus. So auch bei der ambitionierten Neuverfilmung der Abenteuer des britischen Meisterdetektives Sherlock Holmes, einst von Sir Arthur Conan Doyle ersonnen.
Produzent Joel Silver ließ schon Schlimmes befürchten, doch die überraschende Besetzung mit Robert Downey jr. und Jude Law versprach im Vorfeld Außergewöhnliches . Mit Guy Ritchie wurde überdies ein innovativer Regisseur verpflichtet, der gerade erst mit “Rock´n Rolla” ein tolles Comeback gefeiert hatte.
Leider sieht das Endergebnis von “Sherlock Holmes” bei aller Begeisterung für die spielfreudige Besetzung, wie erwartet aus. Mit viel Lärm um nichts prügeln sich die Darsteller vor einer zugegebenermaßen toller Kulisse durch eine völlig unausgegorene Story. Guy Ritchie kann seine Regieseinfälle lediglich dezent einbringen, ansonsten folgt der Blockbuster streng den Gesetzen Hollywoods.
Die Fortsetzung wird gegen Ende des Films bereits klar skizziert, aufgrund des enormen finanziellen Erfolges kann man davon ausgehen, dass der zweite Aufguß einem ähnlichen Muster folgen wird.
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