Neue Munition in der Diskussion rund um die Verlängerung des Assistenzeinsatzes des österreichischen Bundesheers liefert jetzt ausgerechnet der Schwager von Verteidigungsminister Norbert Darabos.
Dieser vermietet seit mittlerweile 13 Jahren ein altes Zollhaus in Kroatisch-Minihof, der Heimatgemeinde des Ministers, an das Bundesheer, berichtet die Zeitung Heute. In dem Quartier sind derzeit 42 Soldaten untergebracht, diese bringen dem Vermieter angeblich einen Nettojahresumsatz von rund Euro 37.000.
Der Sprecher des Ministers hat die Fakten mittlerweile bestätigt und weist darauf hin, dass Darabos keinen Einfluss auf die Vergabe von Quartieren habe. Der Mietvertrag bestehe seit mittlerweile 13 Jahren.
Diese Enthüllung platzt mitten in die Diskussion um die Kosten des Assistenzeinsatzes, der vom Rechnungshof mit rund 12,5 Mio. Euro pro Jahr als zu teuer und wenig effizient kritisiert wurde. Die nicht wirklich neuen Berichte über baufällige Kasernen, veralterte und untaugliche Waffen sorgen weiterhin für Aufregung.
Die Optik rund um die jahrelangen Geschäfte von Darabos´ Schwager mit dem Bundesheer ist nicht die Beste, vor allem wenn man bedenkt, dass die Karriere des heutigen Ministers und voraussichtlich nächsten Landeshauptmanns des Burgenlandes Ende der 90er Jahre so richtig startete.
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