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Ian Rankin mit neuem Roman im Rabenhof

Er war Sänger einer Punkband, Schweinehirt in Frankreich und Alkoholtester. Die Rede ist von dem schottischen Kriminalautor Ian Rankin. Seine Romanserie über den DI John Rebus zählt zum Besten was die britische Kriminalliteratur jemals hervorgebracht hat. Nach der literarischen Pensionierung von Rebus stellte Rankin gestern seinen neuen Roman “Ein reines Gewissen” im Wiener Rabenhof Theater vor.

Humorvoll und doch tiefsinnig präsentierte sich der Schotte seinem Publikum. Er erläuterte die Hintergründe für die Entwicklung seiner neuen Romanfigur Malcolm Fox und ließ die Frage offen, ob sich aus dem neuen Roman ebenfall eine Serie entwickeln könnte. Die Grundlage dafür ist jedenfalls gelegt. Das schlußendlich verwendete Ende des Romans (ausgewählt von seiner Frau aus zwei Alternativen) lässt eine Fortsetzung zu.

Obwohl Rankin nach dem Ende der Rebus Serie alle Freiheiten für neue Aufgaben besaß, hat er sich neuerlich für eine “Crime Novel” entschieden. Warum? “Keine andere Romanfigur hat realistischerweise Zugang zu allen Schichten unserer Gesellschaft. Ich wollte über die aktuelle Finanzkrise schreiben, die Hintergründe und Verbindungen ausleuchten, und das kann man am leichtesten mit einem Kriminalroman erreichen. Möchte man etwas über eine Stadt erfahren, ist es am einfachsten man liest die Kriminalliteratur des jeweiligen Landes.”

Für 2010 hat sich Ian Rankin vorgenommen zum ersten Mal seit über 20 Jahren kein Buch zu schreiben. Allerdings arbeitet er garade für einen wohltätigen Zweck an einer John Rebus Kurzgeschichte. Im Gespräch ließ er eine mögliche Rückkehr seines beliebten Romanhelden zumindest theoretisch durchklingen.

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