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Poker Kolumne: Bitte nicht!

Poker © Oliver Haja / PIXELIO

Poker © Oliver Haja / PIXELIO

Was wäre Pokern ohne das Gejammer der Verlierer? So wie die Frau, der Mann auf der Strasse über das wahlweise kalte oder heiße Wetter jammert so beschweren sich Pokerspieler ununterbrochen über ungerechte Niederlagen.

Da wird über die Unfähigkeit des Gegners, die „schmutzigen“ Hände des Dealers oder das unglaubliche Pech im Allgemeinen geschimpft was das Zeug hält. Und die Palette an Ungerechtigkeiten, Fallen und extrem unwahrscheinlichen Kartenkombinationen ist beim Poker unendlich breit. Für das Strategiespiel gilt, wie auch in der EDV, „Murphys Gesetz“: Alles was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Und selbstverständlich ist man in so einer Situation der Einzige, dem dies jemals in der Geschichte des Poker passiert ist.

So ein Unglück muss natürlich von Freund und Feind ausgiebig betrauert werden. Damit dies auch sichergestellt ist, erfährt jeder vom eigenen Pech, egal ob er es wissen will oder nicht. Kaum steht man vom Tisch auf, prasseln die Katastrophen in mündlicher Form auf einen ein, da gibt es einfach kein Entkommen mehr. Jeder sucht die Bestätigung, dass er selbst keinen Fehler gemacht hat und ohne Grund das ganze Elend der Pokerwelt auf seinen schmalen Schultern tragen muss.

Geschäftstüchtige Pokerfans haben das Phänomen genutzt und eine kostenpflichtige Telefonnummer installiert bei der man sich für teures Geld bei „hübschen Girls“ ausweinen kann.

Wenig Freude jedoch dürften mitteilungsbedürftige Pokerspieler mit dem litauischen Star Tony G. haben. Er pflegte auf ausführliche Schadensberichte so zu reagieren: „Ich höre mir keine Bad Beat Stories an“, sprichts, dreht sich um und geht.

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