Bwin Boss Norbert Teufelberger bezeichnete den Gesetzesantrag zur Legalisierung von Online Poker und Casinos in den USA als „legendär“, und freute sich über das perfekte Timing pünktlich zur verkündeten Fusion von bwin mit PartyGaming. Ob die von den Demokraten initiierte Gesetzesinitiative zukünftig tatsächlich als legendär bezeichnet werden wird, hängt allerdings noch von einigen wesentlichen Faktoren ab.
Nach dem Beschluss im Finanzausschuss des Senats wird der Antrag, genannt Internet Gambling Regulation, Consumer Protektion and Enforcement Act, an den Senat und das Repräsentantenhaus weitergeleitet. Erst ein Beschluss in beiden Häusern des amerikanischen Kongresses würde den jahrelangen Bannfluch, der durch den UIGEA der Bush Regierung ausgelöst wurde, aufheben.
Doch auch in den USA befinden sich die Politiker auf Sommerpause und damit auf Urlaub. Man kann daher davon ausgehen, dass der Gesetzesantrag erst im Herbst behandelt werden wird und genau da liegt das große Problem. Die Regierung Obama starrt gebannt auf die im Herbst in den USA stattfindenden Mid-Term Elections, bei denen die Mehrheit der Mitglieder von Senat und Repräsentantenhaus neu gewählt werden. Die derzeitige Mehrheit der Demokraten in beiden Häusern wackelt bedenklich, die Mehrzahl der Kommentatoren rechnet damit, dass Obama seine Mehrheit, zumindest im Senat, verlieren wird.
Angesichts dessen ist zu befürchten, dass alle heiklen Gesetzesvorlagen bis auf einen Zeitpunkt nach der Wahl verschoben werden, um sich weitere Diskussionen zu ersparen. Sollten die Republikaner tatsächlich die Mehrheit im Kongress zurückerobern, dann muss man aus heutiger Sicht leider davon ausgehen, dass die Gesetzesinitiative zur Legalisierung von Online Poker wieder an den Finanzausschuss zurückgeschickt wird und eine neuerliche Freigabe in weite Ferne rückt.
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