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Poker Kolumne: Wird Poker olympisch?

Poker © Oliver Haja / PIXELIO

Poker © Oliver Haja / PIXELIO

Die Winterspiele in Vancouver sind gerade erst vorbei, da überrascht das Internationale Olympische Komitee mit einer aufsehenerregenden Meldung die Pokerwelt.

Ab April 2010 wird das IOC Poker als Geschicklichkeitsspiel anerkennen. Poker steht damit auf einer Stufe mit Spielen wie Schach und Bridge. Die Anerkennung als Geschicklichkeitsspiel bedeutet allerdings nicht, dass Poker automatisch zu einer olympischen Disziplin wird.

Dieser Vorstoß des IOC ist insofern bemerkenswert, als dass Pokerspieler in aller Welt seit geraumer Zeit sich dafür einsetzen als Sportler akzeptiert zu werden. Dem gegenüber stehen die Interessen der staatlichen Glücksspielunternehmen, die alles daran setzen ihr Monopol nicht aufweichen zu lassen. Die Zuordnung von Poker weg vom Glücksspiel, hin zum Sport würde zu einer Öffnung und Privatisierung der Märkte führen.

Die Poker Lobby bekommt damit unverhofft ein starkes Argument im Kampf um einen neuen rechtlichen Status für das Pokerspiel in die Hände. In Zeiten der Weltwirtschaftskrise beginnt die Front gegen die Anerkennung von Poker als Geschicklichkeitsspiel ohnehin zu bröckeln. Die Umsetzung des UIGEA in den USA wurde auf Mitte 2010 verschoben, in Europa planen einige Staaten bereits eine Liberalisierung, und in Österreich kämpfen die Casinos Austria momentan auf allen Fronten gegen die private Konkurrenz.

Wie auch immer eine rechtliche Lösung in Zukunft aussehen mag. Ein olympisches Pokerturnier hätte in jedem Fall Charme. In den logischen Disziplinen Texas Holdem, Omaha Pot Limit und Stud Poker gespielt, würden Olympische Spiele eine ausgezeichnete Bühne bieten den Sport weltweit zu präsentieren.

Mit Spielern wie dem Salzburger Top Star Markus Golser hätte Österreich auch durchaus Chancen auf eine Medaille.

Photo powered by: PIXELIO

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