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Poker Kolumne:Bwin, der Hecht im Haifischbecken

© Oliver Haja / PIXELIO

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Selten musste ein Unternehmen so viele Rückschläge verkraften wie der Poker und Sportwetten Anbieter Bwin. Doch jetzt zeigt das österreichische Unternehmen der staatlichen Konkorrenz die Zähne. Von Anfang an verspürte bwin scharfen Gegenwind in der Poker und Glücksspielbranche. Doch weder dramatische Kursschwankungen an der Börse, noch der berüchtigte UIGEA, oder die überraschende Verhaftung der beiden Vorstandsmitglieder in Frankreich konnte das Unternehmen in die Knie zwingen.

Im Gegenteil, der Angriff der staatlichen Monopolbetriebe wurde offensiv pariert. Egal ob in Österreich durch die Casinos Austria, oder in Deutschland durch die heftig umkämpfte Glücksspiellizenz aus Sachsen, bwin nahm die Herausforderung an und wehrte sich meistens erfolgreich.

Selbst als die Trikotwerbung bei Werder Bremen und 1860 München verboten wurde, fand sich mit dem Sponsoring von Real Madrid eine mehr als zufriedenstellende Ersatzlösung. Mittlerweile wurde der Vertrag sogar bis 2010 verlängert.

Nun scheint bwin endgültig in die Oberliga aufsteigen zu wollen. Die Gerüchte, dass eine Fusion oder sogar die Übernahme von PartyGaming bevorsteht wollen nicht abreißen. Bwin hat Gespräche mittlerweile offiziell bestätigt. Ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen, in welcher Form auch immer, wird die Branche unter Druck setzten.

Die Online Pokerräume PokerStars und Full Tilt Poker bekämen mit einem Schlag einen gleichwertigen Konkorrenten. Noch schlimmer träfe es wahrscheinlich die Casinos Austria. Zieht das Headquarter tatsächlich, wie kolportiert, nach London um, würden rechtliche Schritte gegen Bwin auf Basis der österreichischen Gesetzgebung auch zukünftig wirkungslos bleiben. Im Gegenzug müsste der staatliche Monopolbetrieb dann wohl sicher mit einer Bewerbung von Bwin/PartyGaming um die österreichischen Casinolizenzen rechnen und an dieser Front wäre das Match wohl offen.

Nicht umsonst beschrieben die Casinos Austria bwin, in einem an die Öffentlichkeit gelangten internen Strategiepapier, als große Gefahr für ihr Unternehmen.

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