Ob hier der Zufall wirklich Regie geführt hat? Roman Polanski dreht einen Film, der die politischen Entscheidungen der USA und Großbritanniens kritisiert und wird prompt aufgrund eines uralten, bisdato nie exekutierten Haftbefehls der USA in der Schweiz verhaftet.
Wie auch immer. “Der Ghostwriter” ist einer der ersten Höhepunkte des noch jungen Kinojahres 2010. Bis in die Nebenrollen exzellent besetzt und gespielt führt der Meisterregisseur seinen Cast behutsam durch den explosiven Stoff von Robert Harris. Die Geschichte um den von Evan McGregor gespielten Ghostwriter entwickelt sich langsam aber unaufhörlich zu einem ungeheuer spannenden, in ruhigen Bildern erzählten Politthriller. Ohne große Actionszenen, aber exakt getimt und mit begeisternden Finale wirft Polanski einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Weltpolitk und der Geheimdienste.
Pierce Brosnan spielt den ehemaligen britischen Premier nach Vorbild von Tony Blair. Als sein Ghostwriter bei einem mysteriösen Unfall stirbt engagiert sein Stab einen Nachfolger in Person von Evan McGregor. Dieser nimmt den neuen Job nur widerwillig an. Schnell merkt er, dass er in eine Schlagengrube geraten ist, aus der es vorerst kein Entrinnen gibt. Als er zufällig die Unterlagen seines Vorgängers entdeckt, stößt er auf eine Verschwörung, deren Auswirkungen unvorstellbar erscheinen.
Regisseur Roman Polanski mixt Fiktion und Realität zu einer explosiven Melange, die Freunde des Genres, bzw. der Romanvorlage begeistern wird.
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