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Keine “Gier” nach mehr – Wedel Zweiteiler enttäuscht

Sein Ruf ist legendär, die Liste der deutschen Schauspieler, die gerne mit ihm arbeiten möchten lang. Die Rede ist vom deutschen Starregisseur Dieter Wedel. Seine TV-Mehrteiler wie “Der große Bellheim”, “Der Schattenmann”, oder “Der König von St.Pauli” haben Fernsehgeschichte geschrieben und die Karriere einer Reihe von deutschen SchauspielerInnen gepusht.

Umso gespannter wurde die Vorpremiere seines neuen Zweiteilers “Gier” gestern auf ARTE erwartet.

Doch die Story um den betrügerischen Investor Dieter Glanz enttäuschte auf ganzer Linie. Basierend auf einer ambitionieren Grundidee verliert die Story schnell den grünen Faden und läßt jegliche Spannung vermissen. Kaum mehr nachvollziehbar schleppt sich die Geschichte ohne Entwicklung oder Höhepunkte dahin, bis nach einer endlos  langen und quälenden Wiederholung bzw. Variation der gleichen Tricks die Story zu ihrem Ende findet, irgendwie.

Ambitioniert, brandaktuell und mit Pauken und Trompeten versenkt Dieter Wedel einen Stoff, der wesentlich mehr für den Zuseher hergegeben hätte. Einzig allein die großartige Besetzung und die Leistung einzelner Darsteller verhindet das vorzeitige Wegzappen.

Ausnahmeschauspieler Ulrich Tukur glänzt mit Charisma und intensiven Spiel in der Hauptrolle, Harald Krassnitzer überrascht als versoffener Nihilist und Sibel Kekilli versprüht liebreizenden Charme.

Insgesamt ist “Gier” eine vertane Chance die aktuelle Wirtschaftskrise und ihre Ursachen filmgerecht aufzuarbeiten, Dieter Wedels Ausnahmestatus im deutschen Fernsehen hat eine ordentliche Delle erfahren.

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